Die Berge sind wichtig! Dafür steht der International Mountain Day

Bereits zum 2. Mal veranstaltete die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus gemeinsam mit dem Landratsamt Garmisch-Partenkirchen eine Veranstaltung auf Schloss Elmau. Über 200 Besucher kamen zu der kostenlosen Veranstaltung, um den Bergen an diesem Tag besondere Achtung zu schenken. Die Berge sind das Zuhause von 15% der Weltbevölkerung und ein Viertel aller Tier-und Pflanzenarten kommen dort vor. Viele Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus den Bergen, und natürlich spielen sie für uns als Erholungsort eine große Rolle.

Leider bleiben auch die Berge von dem Klimawandel nicht verschont; viele Regionen sind sogar besonders stark gefährdet, da die Ökosysteme in höheren Lagen sehr viel sensibler sind. Dies war der Grund, dass 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung ein Dokument zum nachhaltigen Umgang mit den Bergen (‚Managing Fragile Ökosystems: Sustainable Mountain Development‘) verfasst wurde. Daraufhin haben die United Nations den 11.12. als ‚International Mountain Day‘ (IMD) deklariert. Ziel davon ist es, weltweit Aktionen durchzuführen, bei denen die Bevölkerung auf die Wichtigkeit, Schönheit aber auch Verletzbarkeit der Berge aufmerksam gemacht wird.

2018 hat Dr. Inga Beck von der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) initiiert ebenfalls eine Veranstaltung in der Region Garmisch-Partenkirchen zum IMD durchzuführen. Diese Idee wurde dann gemeinsam mit Herrn Florian Diepold-Erl (Klimaschutzmanager des Landkreises Garmisch-Partenkirchen) und dem ‚EagleWings-Projekt Protecting the Alps‘ durchgeführt. Die Intention dabei war Wissenschaft, Politik und Kultur an einem Nachmittag unter dem Motto ‚Berge‘ zu vereinen und somit das Thema einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Nach dem großen Anklang im vergangenen Jahr wurde diese Veranstaltung dieses Jahr wiederholt: Über 200 Besucher kamen am Freitag 13.12.2019 Nachmittag zusammen und ließen sich von Frau Beck durch den Abend führen. Nach Begrüßungsworten durch Herrn Landrat Anton Speer, erläuterte Prof. Dr. Stefan Dech (Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt) mit eindrücklichen Bildern, wie man die Berge aus dem All vermessen und beobachten kann. Im Anschluss kamen bei einer Podiumsdiskussion Frau Tabea Hientz (Sprecherin, fridays for future GAP), Herr Prof. Dr. Harald Kunstmann (KIT IMK-IFU, GAP), Herr Sebastian Kramer (Geschäftsführer, Zugspitz Region GmbH), Herr Michael Lentrodt (Präsident des dt. Berg- und Skiführerverband) und Frau Prof. Dr. Traidl-Hoffmann (Chefärztin für Umweltmedizin) zu Wort. Dabei wurde der klare Wunsch an mehr Umsicht im Bereich Tourismus in den Bergen deutlich. Außerdem wurden neben Forderungen nach strikteren Klimaschutzgesetzen an ein nachhaltigeres Verhalten jedes Einzelnen appelliert. Den kulturellen Abschluss der Veranstaltung machte die Band Loisach Marci, Kulturbotschafter des Landes Bayern, die anfangs auf Bilder von ‚Berge aus dem All‘ von Herrn Dech improvisierte. Wer wollte konnte sich im Anschluss noch von scientist for future Aktivisten im Foyer über deren wissenschaftliche Arbeiten informieren.

Die Organisatoren waren von dem Andrang der Veranstaltung positiv überrascht: „Es zeigt uns, dass den Bürginnen und Bürgern im Landkreis die Natur und die Umwelt am Herzen liegt, und ein großes Interesse an ‚Ihren‘ Bergen existiert. Als Vertreterin einer Umweltforschungsstation freut mich das natürlich sehr,“ so Frau Beck.