Gemeinsam über die Zukunft der Landwirtschaft diskutieren

Am 20. Februar um 19 Uhr findet im Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil ein Filmabend zur Zukunft der Landwirtschaft statt. Gezeigt wird ein österreichischer Dokumentarfilm, der verschiedene Mechanismen einer zunehmend industrialisierten Landwirtschaft und den damit einhergehenden Strukturwandel im Europa thematisiert. Anschließend besteht die Möglichkeit mit einigen jungen Landwirten aus ganz Bayern, die gerade im Haus der bayerischen Landwirtschaft ihren Grundkurs absolvieren, über die Zukunft der Landwirtschaft in Bayern zu diskutieren.

Die Intensivierung für Billigproduktion und Weltmarkt ruiniert langfristig die bäuerlichen Familienbetriebe, sondern bedroht zum Beispiel auch durch den Import von Soja aus Südamerika und Export von Fleischüberschüssen in afrikanische Länder die Menschenrechte.

Der Dokumentarfilm greift dieses Spannungsfeld der Landwirtschaft in einer globalisierten Welt zwischen Profitabilität, Nachhaltigkeit, Konsumenten und Selbstsicht der Bauern auf, indem er unterschiedlich große Bauernhöfe – von einem kleinen Biobetrieb bis zu einem Großbetrieb portraitiert. Es werden sowohl die Produktionsbedingungen auf den Bauernhöfen als auch die Situation in der weiterverarbeitenden Industrie und dem Handel beleuchtet. Dabei kommen die betroffenen Bauern – von der Bio-Schafzüchterin bis zum Agraringenieur – ebenso zu Wort wie Politiker und Vertreter aus Verarbeitung und Handel.
Derzeit stellen viele Bürger Fragen, wie z.B.: „Wie gut werden die Nutztiere gehalten?“ Oder „Schädigt intensive, chemiebasierte Landnutzung Artenvielfalt und Wasserqualität?“ Solche und andere Fragen können an diesem Filmabend direkt und gemeinsam erörtert werden. Bei der Diskussion um die Zukunft der Landwirtschaft geht es nicht darum, die Landwirtschaft an sich zu kritisieren, sondern das dahinter liegende System zu hinterfragen.
Notwendig ist ein gesellschaftliches Bündnis für eine grundlegende Neuorientierung der Agrarpolitik. Diese muss an den Ursachen der Umwelt- und sozialen Probleme in der Landwirtschaft ansetzen. Zudem muss bei den Verbraucherinnen ein Umdenkprozess in Bezug auf ihr Kaufverhalten angeregt werden.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.