Neue Ladestationen in Schongau

In maximal 30 Minuten ist der Akku voll: LEW-Kommunalbetreuer Peter Kraus, Schongaus Erster Bürgermeister Falk Sluyterman van Langeweyde und LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann nehmen die neue Gleichstrom-Schnellladestation im Gewerbegebiet Lerchenfeld in Betrieb (v.l.).. Foto: LEW / Julian Leitenstorfer

Zwei neue öffentliche Stromtankstellen haben die Lechwerke (LEW) gemeinsam mit der Stadt Schongau in dieser Woche in Betrieb genommen, eine weitere kommt demnächst hinzu: Im Gewerbegebiet Lerchenfeld nahe der B17 ging die erste von 18 neuen LEW-Gleichstrom-Schnellladesäulen in Betrieb, die über das sogenannte „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert werden. Gleichzeitig wurde im Schongauer Zentrum eine Wechselstrom(AC)-Ladesäule in Betrieb genommen, die ebenfalls über das Bundesprogramm gefördert wird. Eine weitere soll in Kürze dazu kommen. Im Rahmen des Förderprogramms sind derzeit in der gesamten Region insgesamt rund 60 neue Ladestationen in Planung, um die Elektromobilität in der Region auszubauen.

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. „Bereits heute ist LEW mit fast 160 Ladepunkten in der Region größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur. Dank des Förderprogramms werden wir unser Angebot von öffentlichen Ladepunkten in der Region nochmals deutlich erweitern.“

Die Infrastruktur dem Bedarf anpasssen

Das dazu eigens entwickelte Flächenkonzept besteht aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC- Ladestationen) entlang der Autobahnen und Fernstraßen und Wechselstrom-Ladestationen (AC-Ladestationen) in den ländlichen Gebieten. Mit den neuen Stromtankstellen wird die Infrastruktur dem erwarteten zukünftigen Bedarf angepasst. Die Strommengen für alle LEW-Ladestationen werden ausschließlich regenerativ erzeugt, sodass CO2-freies Fahren möglich ist. „Erneuerbare Energie und Elektromobilität gehören für uns zusammen. Damit können wir den Klimaschutz auch im Verkehrsbereich weiter voranbringen“, sagt Schürmann.

Die neue Gleichstrom-Schnellladestation in Schongau steht an der Betriebsstelle der LEW Verteilnetz in der Burggener Straße 15, nur ein paar hundert Meter von der Ausfahrt Schongau-West der Schnellstraße B17 entfernt. Dank neuester Schnellladetechnologie und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es hier maximal 30 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos aufgeladen ist.
Außerdem nahm LEW in Kooperation mit der Stadt eine weitere Wechselstrom-Ladesäule in Betrieb. Sie befindet sich vor der Altstadt in Bahnhofsnähe am neuen Parkplatz im Buchenweg. Eine zweite AC-Ladesäule soll in Kürze direkt in der Altstadt am Parkplatz über der städtischen Tiefgarage in der Amtsgerichtsstraße 2 in Betrieb gehen.
„Elektromobilität ist für uns ein wichtiges Zukunftsthema. Damit können wir den Verkehr in der Stadt und Region klimafreundlich und sauber machen“, sagt Falk Sluyterman van Langeweyde, Erster Bürgermeister von Schongau. „Mit der Inbetriebnahme der neuen Ladesäulen, darunter auch eine Schnellladesäule, können wir die Attraktivität der Stadt nochmals deutlich steigern.“

Bezahlen können Fahrer von Elektroautos das Laden mithilfe der „innogy eCharge-App“ über Kreditkarte oder Paypal. Alternativ können Kunden mit dem Vertrag „LEW Autostrom“ oder dem „LEW Autostrom Ticket 18“ über ihre Flatrate diese Ladestation frei nutzen, ebenso wie rund 4.900 weitere Ladepunkte des innogy-Ladeverbunds. Darüber hinaus ist die Ladesäule in das größte deutsche Roamingnetzwerk von Hubject eingebunden und kann somit auch von Kunden anderer Mobilitätsanbieter genutzt werden.

Die knapp 60 neuen Ladesäulen kosten insgesamt rund 1,5 Millionen Euro und werden im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (LIS) mit rund 640.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Mit dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur unterstützt das BMVI den Aufbau von 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladestationen mit insgesamt 300 Millionen Euro. Gefördert werden dabei nur Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) koordiniert.